Take me out to the ball game!

Eine weitere unserer Stationen für Japan war der Besuch eines Baseballspiels.
Und natürlich durfte es nicht irgendeins sein, NEIN, es musste das Saisoneröffnungsspiel in Osaka sein.
Und natürlich blieb es dann nicht nur bei einem Spiel, NEIN, am nächsten Tag sind wir nochmal hin.

Somit gehen rund 8 Stunden Japanurlaub für Baseballspiele drauf.. und es war es wert.

Es passen nur rund 36.000 Leute ins Stadion, aber was dann für ein Alarm abgeht, ist aller Ehren wert.
Von Laserlicht unterstütze Tanzchoreografien, Pyroshows und J-POP Bands „verkürzen“ die Wartezeit bis zum ersten Wurf.
Als Normalsterblicher Europäer, der am ersten Tag nur noch an günstige Tickets kam,gab es zusätzlich die kostenlose
Erfahrung wie es einer Sardine in der Dose geht, denn nur ein HotDog mehr und mein Arsch wäre nicht mehr aus dem Sitz gekommen und unsere Beine/Knie befanden sich eh schon fast links und rechts vom Kopf der Vordermanns.
ECONOMY CLASS fliegen mit Cathay Pacific ist da dann doch eine Wohltat. 🙂

Der Japaner liebt Baseball und die Unterschiede eines Stadionbesuchs zu Deutschland sind schon offensichtlich.
Es wird sich, wie kann es anders sein, Stadioneingang in eine Schlange angestellt. Nach freundlicher Begrüßung durch die Ticketfachperson gelangt man direkt in die nächste Schlange, will man denn z.B. einen HotDog,Getränk o.ä. haben.
Diesen bekommt na aber nicht direkt…. NEIN. Man bezahlt,bekommt eine Nummer und….. stellt sich in die Abholschlange. 🙂
Aus irgendeinem Grund wurde bemerkt, dass ich kein echter Japaner bin, daher wurde speziell unsere Bestellnummer dann auch auf englisch ausgerufen.

Und dann erreicht man seinen Platz…

Cooles Video! Anklicken!

Aber vorab kurz: Sollte man in die Situation geraten, dass man einen Japaner um Hilfe bitte bei der Findung seines Sitzplatzes, dem zuständigen Ticketschalter o.ä., dann zeigt der niemals einfach nur in die richtige Richtung, nope… er schnappt sich gegebenenfalls dein Handy oder Schriftstück und rennt mit dir bis kurz vor die richtige Location.
Macht das einer bei uns in Deutschland, dann glaubt man doch direkt an Diebstahl, grätscht der Person direkt in die Hacken, ruft laut nach der Polizei und verflucht den sich dann am Boden krümmenden Helfer.
DIE SIND HIER ALLE SO NETT (wenn sie nicht wegrennen) und ich würde meine Wertsachen hier unbewacht liegenlassen, weil ich mich so sicher fühle.

Zurück zum Platz und mal kurz zum Spiel:
Es gibt keine offene Fanrivalität. Heim- und Gegnerfan sitzt locker nebeneinander, die „Hooligans“ beider Gruppen haben ihr eigenen Tribünenbereiche UND
nur die Gruppe der Mannschaft im Angriff singt und feuert an. In der Zeit sind die anderen ruhig,und umgekehrt.
In Deutschland undenkbar, …. „Oh, Gladbach hat den Ball, wir müssen ruhig sein“ ….STINKT! 😀

Es waren wirklich zwei sehr spannenden Spiele,auch sportlich, und ich bin sehr froh das erlebt zu haben.

In Tokio erwartet uns dann der Fußball, aber dazu dann später mal mehr aus einer anderen Schlange.

Bjoern Verfasst von:

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